Den Weihnachtsbaum auf die Straße werfen? Wir haben eine bessere Lösung: mit unseren DIYs und Ideen könnt ihr eure Tannenzweige upcyclen. Ob winterliche Entspannung oder als Schutz für Pflanzen und Insekten – die Tannenzweige können so einiges!

DIY: Wald-Badesalz aus Tannenzweigen

Wie wäre es, die Tannenzweige als Winterbadesalz zu upcyceln? Das DIY ist aber auch geeignet als Motivation für einen Winterspaziergang. Denn währenddessen findet ihr genügend Zweige unter den Bäumen.

Das Badesalz ist schnell hergestellt und hilft bei Verspannungen. Denn in den Nadeln sind ätherische Öle enthalten, die unsere Haut belebt. Das Rezept könnt ihr auch durch Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Lavendel austauschen.

Und das brauchst du:

  • 500 g Totes Meersalz
  • 1 Handvoll Fichtennadeln
  • 1 EL Kokosöl
  • 2 EL Natron
  • Optional: einige Tropfen ätherisches Fichtenöl
  • Optional: Sojamilchpulver (dient als Emulgator für die ätherischen Öle)
  • 1 Aufbewahrungsglas

So funktioniert’s

Schneide die Fichtennadeln mit einer Schere vom Zweig – damit erhältst du schön kleine Nadeln. Dann einfach mit den übrigen Zutaten mischen und in den Behälter deiner Wahl füllen.

Beim Baden dann einfach 2-3 Esslöfel von eurem Wald-Badesalz in die Wanne geben. Gebt das Badesalz am besten in Stoffsäckchen oder einen Waschlappen und bindet sie zu. Die könnt ihr dann in die Badewanne legen und so sicher sein, dass der Abfluss nicht verstopft oder euch die Nadeln kratzen. Außerdem könnt ihr euch damit auch die Haut massieren und könnt es auch ohne Badewanne unter der Dusche verwenden.

Achtung: Ätherische Öle sollten nie pur angewendet werden und vor allem in Maßen. Das Wald-Badesalz ist nicht für Kleinkinder oder Schwangere geeignet. Bei Husten oder Asthma kann es die Hustenkrämpfe noch verstärken, deshalb solltet ihr das Badesalz dann nicht verwenden.

Die Rezepte haben wir von Wilde Möhre und Wiesenwunderwelt kombiniert.

Tannenzweige im Garten einsetzen

  • Schütze deine (Jung-)Pflanzen damit: Mit Tannenzweigen kannst du empfindliche Pflanzen vor sinkenden Temperaturen schützen. Dazu einfach die Zweige abschneiden und damit die Wurzeln bedecken. Die Nadeln schützen Pflanzen vor Frost und Wind, gleichzeitig sind sie luftdurchlässig. Sträucher wie Salbei und Lavendel werden es dir danken. Aus dem übrig gebliebenen Stamm kannst du dann kleine Baumscheiben schneiden und sie bemalen – damit hast du deinen persönlichen Schmuck für nächstes Weihnachten schon Mal sicher

  • Aus dem Weihnachtsbaum Mulch herstellen: Auch wenn der Sommer noch weit weg ist – mit dem Weihnachtsbaum kannst du später deine Pflanzen vor der Austrocknung schützen. Dazu wird der Baum gehäckselt (den Häcksler kannst du im Baumarkt ausleihen). Am besten fragst du bei Nachbar:innen nach, ob du auch deren Bäume häckseln darfst – denn dann kommt genug Mulch für ein Beet zusammen. Die kleinen Holzschnipsel werden nun für einige Monate an einem trockenen Ort gelagert. Wenn es dann draußen wärmer wird, kannst du es super zum Mulchen von Pflanzen verwenden, die einen sauren Boden bevorzugen.

  • Der Weihnachtsbaum als Insekten-Paradies: Dein Baum bietet eine schöne Behausung für Insekten und Tiere. Aus den Zweigen kannst du einen kleinen Holzstapel bilden, indem du sie auf ca. 30 cm Länge schneidest und übereinander legst. In den wärmeren Monaten ist dieser Stapel dann eine ideale Behausung für Insekten.