Unter unseren Wachsenden Kalendern gibt es nun einen Heilkräuter-Kalender. Bei all den Kräutern, die bei uns nun so wuchern, wollten wir einen Wintervorrat anlegen. Die Kräuter für die Zeit „haltbar“ machen, in der es draußen nicht mehr so wunderschön grün und bunt ist. Damit können wir in der kalten Jahreszeit mit Kräutern kochen und das alles unverpackt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kräuter haltbar zu machen – wir zeigen euch, wie ihr Kräuter frieren und trocknen könnt.

Kräuter in Öl frieren

Kräuter in Öl einzufrieren, ist tatsächlich eine tolle Möglichkeit eure Kräuter haltbar zu machen. Das Aroma der Kräuter wird schonend konserviert und eignet sich super, wenn du es im Winter auch gerne würzig hast. Die Kräuterwürfel kannst du für Eintöpfe, Suppen oder Gemüsepfannen verwenden und Sensibelchen wie Basilikum oder Bärlauch haltbar machen.

Welche Kräuter eignen sich zum Einfrieren?

Eigentlich kannst du alle Kräuter in Öl einfrieren. Denn dort wird der Geschmack gut konserviert, weshalb du auch mediterrane Kräuter wie Oregano und Thymian in Öl einfrieren kannst.

Das brauchst du für deine Kräuterwürfel

  • Eiswürfelbehälter
  • Olivenöl, Rapsöl oder Sesamöl. Achtung: Leinöl oder Sonnenblumenöl werden im Gefrierfach nicht fest, wie wir leider beim ersten Versuch festgestellt haben. Alternativ kannst du auch Wasser hinzugeben.
  • Frische Kräuter

Wie wir Kräuter in Öl einfrieren

  1. Die geernteten Kräuter waschen und abtropfen lassen. Dann kannst du sie klein hacken und ggf. mit anderen Kräutern nach Belieben mischen.
  2. Kräuter werden in einer Eiswürfel-Form mit Speiseöl bedeckt. Das Mischverhältnis sollte aus 2/3 Kräuter und 1/3 Öl bestehen*
  3. Dann geht’s ab ins Eisfach und nach einigen Stunden hast du eine tolle Ausgangslage zum Kochen.

*Wir haben bei unserem ersten Versuch zu viel Öl verwendet.

Kräuter ohne Öl einfrieren

Ihr könnt die Kräuter natürlich auch direkt einfrieren. Diese Methode zum Kräuter haltbar machen, eignet sich besonders bei wasserhaltigen Kräutern wie Basilikum, Dill, Koriander, Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch und Minze. Die geschnittenen Kräuter kannst duluftdicht in geeigneten Behältern ins Gefrierfach stellen.

Kräuter trocknen

Die Kräuter werden erst mal ausgeschüttelt oder gewaschen und trocken getupft. Dann müssen sie nur noch zu Sträußen gebunden werden und an einem luftigen, schattigen Ort aufhängt werden. Alte Kleiderbügel eignen sich gut dazu die Sträuße platzsparend unterzubringen…
Nach zwei bis drei Wochen kannst du testen, ob die Kräuter schon leicht bröseln. Dann sind sie nämlich fertig.


Alternativ kann man die Kräuter einfach im Backofen trocknen lassen. Dann sollte die Temperatur allerdings niedrig sein, damit die Blätter nicht verbrennen. Die Kräuter kommen dafür aufs Rost (in der Schiene darunter solltest du ein Backblech einlegen) und du trocknest sie bei maximal 30 Grad und leicht geöffneter Ofentür.

Die getrockneten Kräuter kannst du dann von den Stielen zupfen, zwischen den Fingern verreiben und in einem alten Marmeladenglas aufbewahren. Die sollten dann am besten dunkel und trocken gelagert werden.



Welche Kräuter sind für dich unverzichtbar? Wünscht du dir mehr Infos von uns was man aus Kräutern alles machen kann oder hast du Tipps zu den Themen Kräuterapotheke oder Kräuterkosmetik? Wir freuen uns wie immer über den Austausch mit euch.

Ideen und Rezepte haben wir unter anderem hier gefunden: