Weihnachten. Das Fest der Liebe, des Lichts – und des Mülls. 218 kg Verpackungsabfall produziert jede:r Deutsche im Schnitt pro Jahr. Damit befinden wir uns auf dem 1. Platz in der EU. Nicht gerade ein Grund, „Oh du Fröhliche“ anzustimmen. Außerdem schmeißt jede:r etwa 80 kg Lebensmittel pro Jahr weg – umgerechnet sind das etwa 230 Euro, die wir in der Tonne versenken.

Grund genug, sich über sinnvolle und nachhaltige Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen. Zum Glück gibt es ja immer mehr DIY- und Upcycling-Ideen, die einen Ausweg aus der Wegwerfflut bieten. Dazu zählen auch unsere Rezepte für selbstgemachte Kräuteröle. Dabei kannst du nicht nur selbst gezogene Kräuter (wie sie in unserem Kalender Krautikus enthalten sind) und hochwertiges Öl verwenden, sondern auch leeren Flaschen und Gläsern ein zweites Leben schenken.

Selbstgemachtes Kräuter-Öl mit Rosmarin und Thymian

Frische oder getrocknete Kräuter dürfen ins Kräuteröl. Anders bei Knoblauch und Chili: Diese müssen getrocknet sein, sonst kann es zu einer Lebensmittelvergiftung kommen.

Der Zeitaufwand bei deinem selbst gemachten Weihnachtsgeschenk ist minimal. Nach höchstens fünf Minuten hast du dein individuelles Kräutergeschenk fertiggestellt. Als Etikett kannst du beispielsweise altes Bastelpapier, ein gepresstes Laubblatt oder einen flachen Stein verwenden, den du auf das Glas klebst. Deine Etiketten kannst du natürlich noch nach Wunsch bemalen und verschönern.

Und so kannst du das Kräuteröl mischen:

Du kannst natürlich auch andere selbst gezogene Kräuter für das Öl verwenden, ganz nach dem Geschmack der Person, die du beschenkst. Es eignen sich alle Gewürzkräuter, sowohl frische als auch getrocknete. Die Kräuter dürfen bei der Zubereitung des Öls allerdings nicht nass sein, da sie sonst faulen.

  1. Als Erstes solltest du die Glasflasche mit sehr heißem Wasser auswaschen und gut trocknen lassen.
  2. Die Knoblauchzehen in zwei Hälften schneiden und ab damit in die Flasche.
  3. Der Rosmarinzweig kommt ebenso dazu. Die Kräuter müssen auf jeden Fall trocken sein. Sonst kann dein Öl anfangen zu schimmeln.
  4. Nun kommen die Lorbeerblätter, der Thymianzweig, die Pfefferkörner und die Chiliflocken hinzu. Dann kippst du das Öl in die Flasche. Achte darauf, dass die Kräuter komplett vom Öl bedeckt sind.
  5. Jetzt heißt es: Warten. Das Öl sollte ca. zwei Wochen stehen gelassen werden, damit es gut durchziehen kann. Diese Reifezeit braucht es, damit das Aroma der Kräuter ins Öl übergeht und lecker schmeckt.

Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit: Das Öl sollte grundsätzlich dunkel gelagert werden, dann hält es sich sehr lange. Nach dem Öffnen sollte es ca. sechs Wochen haltbar sein. Die Kräuter sollten immer von Öl bedeckt sein, dieses kann immer wieder nachgefüllt werden.

Nachtrag: Selbst gemachtes Öl mit frischen Chilis oder Knoblauch kann eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen

Anders als in unseren Fotos sollten keine frischen Chilis verwendet werden. Denn auf diese Weise kann das Bakterium Chlostridium botulinum ins selbst gemachte Kräuteröl gelangen und eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen. Es gibt zwei Möglichkeiten, um eine Vergiftung vorzubeugen:

  • Nur getrocknete Chiliflocken oder Pulver verwenden. Zwischen 30g und 100g Chili kommt auf 1 Liter Öl. Das Öl wird zwei Wochen stehen gelassen.
  • Chilis entstielen und im Backofen bei 180°C backen, bis die Haut der Chilis schwarz werden. Die Haut sollte dann entfernt werden, bevor die Chilis ins Öl kommen.

Dasselbe gilt auch für Knoblauch in Öl.

Wir haben uns bei dem Rezept von Utopia und Smarticular inspirieren lassen.