Artensterben, Rückgang der Biodiversität, Flächenfraß. Diese Hiobsbotschaften sind in aller Munde und können einen ganz schön in Verzweiflung stürzen … oder aktiv werden lassen! Wir von primoza sind überzeugt: Gegen jedes Leid ist ein Kraut gewachsen. Auch gegen Betonwüsten. Deshalb haben wir Freitag und Samstag (17.09/18.09) bei den „Stadt(ver)führungen“ den „Kampf“ gegen Ödnis und Beton aufgenommen: Wir haben gemeinsam mit den Teilnehmenden Seedbombs gerollt. 

Ein Stand mit unserer gesamten Produktpalette wartet auf die Teilnehmenden vor dem Kleecenter. Zu sehen sind Wachsende Kalender, Grußkarten, Anzuchtschalen, unser Kinderbuch „Emi Brillenbiene“, Samentütchen und natürlich: Seedbombs. (Foto: Garten_Miez)

Keep rolling 

Einmal im Jahr finden die „Stadt(ver)führungen“ in Nürnberg und Fürth statt. Diese besonderen Führungen ermöglichen es, berühmte Persönlichkeiten und Künstler:innen kennenzulernen, aber auch bei Institutionen und Organisationen hinter verschlossene Türen zu blicken. Dieses Konzept finden wir richtig gut und spannend und haben deshalb schon mehrere Male teilgenommen. Während wir beim ersten Mal erzählt haben, wie es ist, ein Start-up zu gründen, leiteten wir 2020 einen Workshop zur Herstellung von Samenpapier.  

Dieses Mal entschieden wir uns für das Motto „Betonwüsten ade!“. Wir wollten zeigen, wie man Seedbombs ganz einfach selbst herstellen kann und was man bei deren Gebrauch beachten muss (zum Beispiel, dass man die Saatgutkugeln nicht in fremde Gärten oder auf öffentliche Flächen werfen darf). 

Am Ende mit nach Hause genommen: Hoffnung 

Zuerst berichteten wir, wie es überhaupt zur Gründung von primoza kam und weshalb wir so für die Umwelt brennen. Dann gab es einen kurzen Vortrag über das Artensterben und mögliche Lösungsansätze. Und weil die Theorie ja ganz schön ist, die Praxis jedoch einfach mehr Spaß macht, haben wir uns im Anschluss unsere Hände schmutzig gemacht. Aus gleichen Teile Anzuchterde und Tonerde haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden Seedbombs geformt. Darin versteckt haben wir heimische Wildblumensamen. Die Seedbombs enthalten auch größere Samen (Ringelblume, Sonnenblume), da diese die Kugeln aufsprengen und so auch die in den Bombs enthaltenen Lichtkeimer wachsen können.  

Was uns besonders gefreut hat: Während des gesamten Treffens wurden Gespräche über die aktuellen Umweltprobleme geführt, wir tauschten Erfahrungen aus und diskutierten über Lösungen. Diese Bestätigung, dass es immer mehr Menschen Sorgen bereitet, wenn wieder ein Biotop wegen eines Neubaugebiets oder einer Straße weichen muss, hat uns gutgetan. Nach so einer Veranstaltung weiß man: Man ist nicht allein. Wir sind viele. Und wir alle wollen etwas gegen die Zerstörung tun.   

Natürlich durfte jede:r die gerollten Seedbombs mit nach Hause nehmen. Dort kommen sie hoffentlich bald zum Einsatz. Denn in jeder Kugel wartet neues Leben auf seine Chance, zu keimen – und mit jedem Pflänzchen wächst die Hoffnung auf eine grüne, bunte und blühende Zukunft.  

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