Frühlingsduft liegt in der Luft. Die ersten Bäume zeigen schon ihre Blätter und nicht nur die Forsythien erstrahlen in Gold. Habt ihr euch schon mal gefragt, wieso Pflanzen eigentlich blühen?

Das Warum ist eigentlich ganz klar. Die Blüte dient zur Arterhaltung. Denn nur, wenn die Pflanze Blüten bildet, kann sie nach der Befruchtung auch Samen produzieren. Klingt ganz logisch. Doch ganz so einfach ist es nicht. Bei mehrjährigen Pflanzen, also die, die älter als zwei Jahre werden und mehrere Blühperioden durchlaufen, müssen verschiedene Faktoren gegeben sein.

Kältereiz und Alter

Da ist zum Beispiel das Alter einer Pflanze ausschlaggebend. Ist eine Pflanze sehr jung, blüht sie meistens noch nicht, da diese erst ihre ganze Energie ins Wachstum steckt. Doch wie merkt die Pflanze, wann sie blühen soll? Die Genetik ist so gestaltet, dass manche Pflanzen die Länge der Nächte unterscheiden können. Durch diese Fähigkeit wissen sie, wann sie blühen dürfen. Dabei unterscheidet man zwischen drei Haupttypen: Kurztag-, Langtag- und tagneutrale Pflanzen. Die innere Uhr einer Pflanze kann die Tageslänge bis auf ca. eine Viertelstunde abschätzen. Neben der Tageslänge spielen auch die Temperaturen eine entscheidende Rolle.

Schließlich spielt auch die Temperatur eine Rolle. Manche Pflanzen sind auf einen Kältereiz angewiesen, um produktiv zu werden. Seit ein paar Jahren spielt das Wetter im Frühjahr ziemlich verrückt. In einem Moment schon richtig sommerlich und am nächsten Tag fühlt es sich dann doch wieder wie tiefster Winter an. Durch die Folgen des Klimawandels befürchten Forscher, dass die Pflanzen immer früher anfangen zu blühen. Dies hat den Nachteil, dass es durch späte Fröste zum Erfrieren der Blüten kommen kann, womit eine Bestäubung nicht mehr möglich ist und eine Pflanze sich nicht vermehren kann.