Frühlingsduft liegt in er Luft. Die ersten Bäume zeigen schon ihre Blätter und nicht nur die Forsythien erstrahlen in Gold. Habt ihr euch schon mal gefragt, wieso Pflanzen eigentlich blühen?!

Das Warum ist eigentlich ganz klar! Die Blüte dient zur Erhaltung. Denn nur wenn die Pflanze Blüten bildet, kann sie nach der Befruchtung auch Samen produzieren. Klingt ganz logisch. Doch ganz so einfach ist es nicht und viele Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei mehrjährigen Pflanzen, also die, die älter als zwei Jahre werden und mehrere Blühperioden durchlaufen, müssen verschiedene Faktoren gegeben sein.

Kältereiz und Alter

Zum einen ist eine Kältephase ein Faktor, zum anderen auch das Alter einer Pflanze. Ist eine Pflanze sehr jung, blüht sie meistens noch nicht, da diese erst ihre ganze Energie ins Wachstum stecken. Doch wie merkt die Pflanze, wann sie blühen soll? Die Genetik ist so gestaltet, dass manche Pflanzen die Länge der Nacht unterscheiden können. Durch diese Fähigkeit wissen sie, wann sie blühen dürfen. Dabei unterscheidet man zwischen drei Haupttypen: kurztag-, langtag- und tagneutrale Pflanzen. Die innere Uhr einer Pflanze kann die Tageslänge bis auf ca. eine viertel Stunde abschätzen. Neben der Tageslänge spielen auch die Temperaturen eine entscheidende Rolle.

In den letzten Jahren spielt das Wetter im Frühjahr ziemlich verrückt. In einem Moment schon richtig sommerlich und am nächsten Tag hat fühlt es sich dann doch wieder wie tiefster Winter an. Durch die Folgen des Klimawandels befürchten Forscher, dass die Pflanzen immer früher anfangen zu blühen. Dies hat den Nachteil, dass es durch späte Fröste zu erfrieren der Blüte kommen kann, somit ist eine Bestäubung nicht mehr möglich und eine Pflanze kann sich nicht mehr vermehren.