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Einpflanzbare Karten - Einpflanzen und Pflegen

Von Janina Rehm

Einpflanzbare Karten - Einpflanzen und Pflegen

Hat dir jemand einpflanzbare Karten von uns geschickt? Oder unsere Visitenkarte zugesteckt, die du natürlich auch einpflanzen kannst?

Dann stehst du jetzt vielleicht vor der Frage, wie du sie genau einpflanzen solltest. Hier beschreiben wir dir, wie es geht.

Es ist ganz einfach. Damit deine Samen keimen, zerreißt du das Papier in Schnipsel und legst sie einen Tag lang in eine Schüssel mit Wasser. Danach kommen die Samen samt Papier in einen Topf mit Erde oder in ein Beet. Wichtig ist, dass du sie die nächsten zehn Tage nicht austrocknen lässt, sonst keimen sie nicht. Im Winter kann das ein paar Tage länger dauern und du solltest dafür ein Fensterbrett wählen, das möglichst hell ist.

Ob du die Schnipsel mit Erde bedecken oder nur an die Erde drücken musst, hängt vom Samen ab. Welcher Samen im Papier steckt, steht hinten auf deiner Grußkarte drauf. Auch bei den Visitenkarten ist vermerkt, welche Samen enthalten sind.

Im Folgenden erklären wir zu jeder einzelnen Karte, wie du sie einpflanzt und was du beachten musst.

Einpflanzbare Karten mit Celosia-/Brandschopfsamen

Celosia wird auch Brandschopf genannt und sieht nicht nur toll aus, sondern kann sogar als leckere Deko für Speisen und Getränke eingesetzt werden. Der Exot aus den Tropen wird 30–80 cm hoch und ist ein echter Tausendsassa. Sie kann als Zimmerpflanze, auf dem Balkon oder im Gartenbeet gut gedeihen. Aber Achtung: Sie ist sehr frostempfindlich und muss den Winter über ins Haus geholt werden.

Anpflanzen

Der beste Monat zur Aussaat ist der März. Celosia ist ein Lichtkeimer, drücke die Schnispel nach dem Wasserbad (s. o.) also nur leicht an. In einem selbst gebastelten Gewächshaus kannst du das Saatgut bei 20–23 °C optimal feucht halten. Nach 8–14 Tagen keimt die schöne Celosia und kann vereinzelt werden, sobald die Keimlinge mindestens zwei Blattpaare haben.

Standort

Der Standort sollte sonnig, warm und geschützt sein, allerdings nicht in der prallen Mittagssonne. Am wohlsten fühlt sich die Celosia unter einem Dachvorsprung, wo sie dem Regen nicht allzu stark ausgeliefert ist.

Sich Kümmern

Im Beet solltest du sie alle vier Wochen düngen, im Topf alle zwei Wochen. Du kannst organischen Dünger selbst herstellen oder bei uns im Online-Shop bestellen. Gieße erst, wenn die Erde gut angetrocknet ist! Verwelkte Blütenköpfe am besten direkt entfernen, dann kommen schon bald neue Knospen nach.

Die Celosia kommt auch gerne im nächsten Jahr wieder. Dazu stellst du sie im Herbst entweder warm und hell oder kühl und dunkel nach drinnen. Gieße dann entsprechend der Verhältnisse seltener.

Einpflanzbare Karten mit Tomatensamen

Selbst angebaute Tomaten schmecken doch am besten und eignen sich für kleine Naschereien zwischendurch.

Anpflanzen

Tomaten kannst du bereits ab Februar im Haus oder unter Glas vorkultivieren. Sie sind Dunkelkeimer, freuen sich also über eine 0,5 cm dicke Erdschicht, die sie feucht hält. Sie vertragen Frost nicht so gut, pflanze sie also erst nach den Eisheiligen nach draußen. Die Tomaten können in Kästen, großen Töpfen oder im Beet gepflanzt werden. Das Pflanzgefäß muss mindestens 20 Liter Erde fassen.

Standort

Nach der Anzucht kann man die Tomaten ab Anfang Mai ins Freie bringen. Zu Beginn sollten sie nicht in der prallen Sonne stehen. Mit dem Auspflanzen kann es dann Mitte Mai losgehen, dann freut sich die Tomate über einen sehr sonnigen Standort. Gleichzeitig sollten die Pflanzen vor Regen geschützt werden, am besten an einer Hauswand oder unter einem Dach, denn die nassen Blätter der Tomaten sind oft anfällig für Krankheiten. Im Hochsommer sollte sie auch beschattet werden, damit die Wurzeln vor zu großer Hitze geschützt werden.

Sich Kümmern

Tomaten brauchen große Mengen an Nährstoffen in Form von Dünger. Pro Pflanze im Topf sind drei Liter Kompost und Dünger wichtig.

Einpflanzbare Karten mit Sommerblumensamen

Löwenmäulchen im Beet

Die Sommerblumen in deiner Grußkarte sehen in deinem Garten oder auf deinem Balkon ebenso schön aus wie in einem Schnittblumenstrauß. Am meisten werden sich aber die Insekten über die bunte Blumenpracht freuen. Enthalten sind:

  • Schleierkraut
  • Löwenmäulchen
  • Steinkraut
  • Petunie
  • Sommerazalee
  • Mittagsblume

Anpflanzen

Am besten gedeihen deine Blümchen, wenn du sie im Mai direkt an ihrem vorgesehene Platz im Beet oder in einem Balkonkübel aussäst. Lege deine Papierschnipsel nach der Einweichzeit im Abstand von 30 cm auf die angefeuchtete, aufgelockerte Erde. Wenn du sie enger zusammen legst, musst du sie später vereinzeln. Die Samen der Lichtkeimer sollten am besten nicht mit Substrat bedeckt werden, gegen Wind und gefräßige Vögel kannst du aber eine dünne Schicht Sand oder Erde darüber streuen.

Du möchtest deine Sommerblumen schon früher blühen sehen? Durch das Vorziehen ab März im Haus kannst du die Keimrate erhöhen und den Frühling für deine Blumen schon etwas eher einläuten. Verwende dazu Anzuchtschalen oder selbst gebastelte Anzuchtgefäße, die du mit Anzuchterde befüllst. Die aufgeweichten Schnipsel legst du nun im Abstand von 2 cm auf die angefeuchtete Erde, drückst sie leicht an und gießt alles vorsichtig mit einer Ballbrause. Stelle dein Gefäß an ein helles Fensterbrett und halte die Erde bis zur Keimung durchgehend feucht. Sobald die Keimlinge ein paar Zentimeter hoch sind, musst du sie in einzelne Töpfchen pikieren (Durchmesser ca. 11 cm). Nach den Eisheiligen Mitte–Ende Mai dürfen sie dann nach draußen.

Standort

Für das Vorziehen im Haus solltest du ein helles Fensterbrett wählen. Verwende Anzuchterde und nach dem Pikieren Blumenerde. Der endgültige Standort im Beet oder auf dem Balkon sollte hell und sonnig sein, die Erde humusreich und locker. Schwere, lehmige Böden kannst du mit etwas Sand verbessern. Vor der Aussaat bzw. vor dem Umsetzen der vorgezogenen Jungpflanzen kannst du außerdem etwas Kompost einarbeiten.

Sich Kümmern

Obwohl deine Sommerblumen im Beet relativ gut mit Trockenheit umgehen können, solltest du sie während längerer Trockenperioden regelmäßig gießen. Balkonpflanzen musst du öfter gießen, da sie schneller austrocknen. Eine Düngung mit organischem Dünger oder Kompost fördert im Sommer die Blütenbildung. Gegen Schnecken hilft es, wenn du einen Kreis aus Kaffeesatz um dein Blumenbeet streust, den du aber immer wieder erneuern musst, wenn es geregnet hat.

Einpflanzbare Karten mit Basilikumsamen

Blüte Thai-Basilikum nah

Es gibt unzählige Basilikumsorten, und eine ist aromatischer als die andere. Kannst du die feinen Nuancen von Pfeffer, Minze oder Zitrone herausriechen?

Anpflanzen

Basilikum ist eine licht- und wärmeliebende Pflanze, deshalb erfolgt die Aussaat der Samen am besten von März – April (Voranzucht drinnen) oder im Mai (Voranzucht draußen). Befülle eine Schale mit Anzuchterde und lege die Schnipsel darauf. Wenn du das Gefäß an einen warmen Ort stellst (Temperatur ca. 24 °C), werden die Samen nach etwa einer Woche keimen. Vergiss nicht, regelmäßig zu gießen. Nach der Keimung solltest du dein Gefäß an einen kühleren, aber hellen Ort stellen. Sobald sich nach den Keimblättern die ersten richten Basilikumblätter gebildet haben, kannst du die Keimlinge vereinzeln oder direkt im Abstand von 20 cm in einen großen Topf mit nährstoffreicher Erde setzen.

Standort

Ins Freie dürfen die Pflänzchen erst nach den Eisheiligen. Gewöhne sie nach und nach an die Umstellung, indem du die Töpfe über eine Woche täglich für ein paar Stunden nach draußen stellst. Basilikum mag es sonnig, verträgt aber keine Trockenheit, also: regelmäßig gießen, am besten von unten. Der Boden sollte nährstoffreich und tiefgründig sein, im Topf verwendest du nährstoffreiche Pflanzerde.

Sich Kümmern

Neben einer guten Wasserversorgung benötigt das Basilikum auch reichlich Nährstoffe, denn anders als die meisten Kräuter gehört es zu den Starkzehrern. Deshalb solltest du es vor dem Auspflanzen mit Kompost düngen und auch ein paar Mal während der Saison düngen.

Einpflanzbare Karten mit Karottensamen

Die leckeren Vitaminbomben kann man ganz einfach selbst anbauen.

Anpflanzen

Die Samen säst du (nachdem du sie einen Nacht lang in Wasser eingeweicht hast) von März bis Juni am besten direkt draußen im Garten oder einen tiefen Topf aus. Dazu die Samen alle 1–2 cm in eine 1 cm tiefe Saatfurche legen, mit Erde bedecken, andrücken und gießen. Um zu keimen, sollte die Temperatur zwischen 10–20 °C betragen. Es dauert 10–20 Tage, bis die ersten Keimlinge sichtbar werden.

Standort

Karotten brauchen vor allem in der Tiefe recht viel Platz (mindestens 20–25cm) und bevorzugen leichte bis mittelschwere, lockere Böden.

Sich Kümmern

Damit die Möhren nicht von Fliegen befallen werden, hilft es, sie mit einem Kulturnetz zu überdecken. Ein cleverer Tipp ist es auch, die Karotten in direkter Nachbarschaft mit Zwiebeln zu pflanzen, da sich diese gegenseitig vor Schädlingen schützen.

Einpflanzbare Karten mit Tagetessamen

Anpflanzen

Die Aussaat erfolgt im Haus von Februar bis März unter Glas oder in einer Obstschale aus Plastik. Als Lichtkeimer sollte man sie nur ganz leicht mit Erde bedecken. Bei einer Temperatur um die 20 °C sollten sich schon nach wenigen Wochen die ersten Sämlinge zeigen. Sind die Sämlinge ca. eine Handbreit hoch, kann man sie vereinzeln und in verschiedene Töpfe setzen. Wenn ihr sie im Haus vorzieht, gebt ihr der Tagetes einen Wachstumsvorsprung. Allerdings kann man sie auch ab Ende April direkt ins Freiland säen. Dort kommen die Blüten aber erst später als bei den im Haus vorgezogenen Pflänzlein.

Standort

Ziehst du die Tagetes im Haus vor, solltest du dafür einen hellen Platz wählen, der aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt. Nach den Eisheiligen kannst du die Pflanzen nach draußen setzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen kann relativ klein gewählt werden.

Sich Kümmern

An sonnigen Orten sollte man die Tagetes regelmäßig gießen, denn sie mag keinen trockenen Boden. Die robuste Tagetes ist ansonsten wirklich super pflegeleicht und hat keine großen Ansprüche. Allerdings lieben Schnecken unsere hübsche Tagetes, weshalb ihr sie im Blick haben solltet. In einem Pflanzgefäß solltet ihr sie alle zwei Wochen mit Blühpflanzendünger umsorgen.

Einpflanzbare Karten mit Kamillensamen

Anpflanzen

Kamille kannst du ab Anfang März im Haus aussäen. Dazu solltest du einen hellen Standort wählen. Ab Anfang Mai kann es für die Kamille dann raus ins Freiland gehen. Da es sich bei der Kamille um einen Lichtkeimer handelt, dürfen die Samen nicht vom Substrat bedeckt werden.

Standort

Kamille mag es gerne sehr hell und freut sich über volle Sonne, kommt aber auch mit weniger Licht gut klar. Wichtig ist allerdings ein nährstoff- und humusreicher Boden. Sandige Ton- oder Lehmböden sind für die Kamille perfekt.

Sich Kümmern

Das hübsche Heilkraut mag es, wenn ihr sie ausreichend gießt. Die Menge an Wasser hängt allerdings vom Boden ab. Lehmige und tonige Böden speichern das Wasser sehr gut ab. Bei Böden mit höherem Sandanteil muss man mehr gießen. Ansonsten ist auch die Kamille pflegeleicht und muss nicht gedüngt werden. Wenn du im Herbst aussäst, dann solltest du die frostempfindlichen Keimlinge abdecken.

Einpflanzbare Karten mit Wildblumensamen

Unsere Wildblumenkarten enthalten eine Mischung aus Celosia, Gallardia, Eisblume und Mohn. Damit bieten sie eine ideale Nahrungsquelle für allerlei Insekten und können den gewählten Standort in ein Paradies für die kleinen Lebewesen verwandeln.

Anpflanzen

Du kannst zwischen April und Juni aussäen, denn da keimen die Samen besonders schnell – gleichzeitig haben sich Gräser noch nicht allzu dominant ausgebreitet. Die Wildblumen sind Lichtkeimer, du solltest sie also nur andrücken und nicht tief in der Erde vergraben.

Standort

Für die Wildblumen sind nährstoffarme, wasserdurchlässige Böden perfekt. Am besten solltest du natürlich auch einen Ort wählen, über den nicht allzu oft Leute laufen und der gleichzeitig in der Sonne ist. Ist der Boden sehr nährstoffreich, kannst du Sand oder Kies untermischen. Wenn du die Samen im Rasen aussäen möchtest, solltest du ihn vorher gut auflockern und umgraben, sodass eine offene Fläche entsteht. Anschließend kannst du nach etwa zwei Wochen die Wildblumensamen verstreuen.

Sich Kümmern

Nach der Aussaat sollte die Fläche nicht austrocknen. Nach ca. 10 Wochen kannst du das erste Mal mähen, um "Unkräuter" zu unterdrücken und das Wachstum deiner Wildblumen zu fördern.

Du kannst die Samen der Wildblumen sammeln und im nächsten Jahr wieder ausbringen, da es sich um samenfeste Sorten handelt.

Einpflanzbare Karten mit Mohnsamen

Mohnblumen sind ein echter Hingucker.

Anpflanzen

Nach den Eisheiligen kannst du den Mohn direkt aussäen, indem du deine einpflanzbare Karte in kleine Schnispel teilst, über Nacht in Wasser legst und am nächsten Tag einpflanzt. Du kannst die feinen Samen mit Sand mischen, dann fällt dir das Ausbringen leichter, und auf den Boden streuen.

Mohn ist ein Lichtkeimer und will bei der Aussaat deshalb nicht tief in der Erde vergraben werden. Stattdessen reicht es aus, wenn du den Samen leicht in der Erde andrückst bzw. mit nur ca. zwei Milimeter Erde bedeckst.

Nach ungefähr 10–20 Tagen kommen schon die ersten Keimlinge. Wenn sie zu schnell wachsen, solltest du dich nicht zu früh freuen. Vielleicht bekommen die Samen zu wenig Licht. Dann wollen sie durchs schnelle Wachstum zwar schnell ans Licht, aber kippen dann um – sie vergeilen also.

Die Samen, aber auch die jungen Pflänzchen, solltest du vor zu viel Nässe schützen. Die Samen solltest du also leicht feucht halten, dabei dürfen sie aber nicht nass gehalten werden.

Standort

Die zerbrechlichen und zugleich wunderschönen Mohnblumen haben ihren Platz gerne an der Sonne. Der rote Klassiker bevorzugt einen trockenen Standort mit durchlässigem und nährstoffarmen Boden.

Den Mohn solltest du am besten direkt am geeigneten Standort aussäen. Denn fürs Pikieren und Umpflanzen ist der Mohn zu empfindlich.

Mohn verbreitet sich sehr gerne. Auch das solltest du bei der Auswahl des Standorts berücksichtigen. Wenn du die Ausbreitung vermeiden willst, kannst du die verblühten Mohnblumen aber regelmäßig entfernen, dann sämen sie sich nicht weiter aus.

Sich kümmern

Mohn ist wirklich sehr pflegeleicht – du brauchst keinen Dünger und gießen musst du ihn nur, wenn es draußen sehr lange trocken ist.

Du liebst die Mohnblumen und willst sie nächstes Jahr gerne wieder im Garten haben? Dann kannst du während der Blütezeit die Samen aufbewahren, indem du die Mohnblumen leicht schüttelst. Dein eigenes Saatgut kannst du dann trocken und kühl lagern, beispielsweise in einem selbst gebastelten Saatguttütchen, und im nächsten Jahr wieder aussäen.

Quellen: Gartenjournal, MDR, Mein schöner Garten, Das Haus

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