Hat dir jemand einpflanzbare Karten von uns geschickt? Oder unsere Visitenkarte zugesteckt, die du natürlich auch einpflanzen kannst?

Dann stehst du jetzt vielleicht vor der Frage, wie du sie genau einpflanzen solltest. Hier beschreiben wir dir, wie es geht.

Es ist eigentlich ganz einfach. Du zerreißt die Karte, gibst die Schnipsel in einen Topf mit Erde oder in ein Beet, gießt regelmäßig und schon sprießen bald Blumen oder Gemüse.

Ob du die Schnipsel mit Erde bedecken oder nur an die Erde drücken musst, hängt vom Samen ab. Welcher Samen im Papier steckt, steht hinten auf deiner Grußkarte drauf. Auch bei den Visitenkarten ist eigentlich immer vermerkt, welche Samen enthalten sind.

Hier erklären wir zu jeder einzelnen Karte, wie du sie einpflanzt und was du beachten musst.

Einpflanzbare Karten mit Celosia-/Brandschopfsamen

Celosia wird auch Brandschopf genannt und sieht nicht nur toll aus, sondern kann sogar als leckere Deko für Speisen und Getränke eingesetzt werden. Der Exot aus den Tropen wird zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch und ist ein echter Tausendsassa. Sie kann als Zimmerpflanze, auf dem Balkon oder im Gartenbeet gut gedeihen.

Anpflanzen

Der beste Monat zur Aussaat ist der März. Celosia ist ein Lichtkeimer, drücke die Schnispel also nur leicht an. In einem selbst gebastelten Gewächshaus  kannst du das Saatgut bei 20-23 Grad optimal feucht halten. Nach 8 bis 14 Tagen keimt die schöne Celosia und kann vereinzelt werden, sobald die Keimlinge mindestens zwei Blattpaare haben.

Standort

Der Standort sollte sonnig, warm und geschützt sein, allerdings nicht in der prallen Mittagssonne. Am wohlsten fühlt sich die Celosia unter einem Dachvorsprung, wo sie dem Regen nicht allzu stark ausgeliefert ist.

Sich Kümmern

Im Beet solltest du sie alle vier Wochen düngen, im Topf alle zwei Wochen. Du kannst organischen Dünger selbst herstellen oder bei uns im Online-Shop bestellen. Gieße erst, wenn die Erde gut angetrocknet ist! Verwelkte Blütenköpfe am besten direkt entfernen, dann kommen schon bald neue Knospen nach.

Die Celosia kommt auch gerne im nächsten Jahr wieder. Dazu stellst du sie im Herbst entweder warm und hell oder kühl und dunkel nach drinnen. Gieße dann entsprechend der Verhältnisse seltener.

Einpflanzbare Karten mit Tomatensamen

Selbst angebaute Tomaten schmecken doch am besten und eignen sich für kleine Naschereien zwischendurch.

Anpflanzen

Tomaten kannst du bereits ab Februar im Haus oder unter Glas vorkultivieren. Sie sind Dunkelkeimer, freuen sich also über eine 0,5cm-dicke Erdschicht, die sie feucht hält. Sie vertragen Frost nicht so gut, pflanze sie also erst nach den Eisheiligen nach draußen. Die Tomaten können in Kästen, großen Töpfen oder im Beet gepflanzt werden. Das Pflanzgefäß muss mindestens 20 Liter Erde fassen.

Standort 

Nach der Anzucht kann man die Tomaten ab Anfang Mai ins Freie bringen. Zu Beginn sollten sie nicht in der prallen Sonne stehen. Mit dem Auspflanzen kann es dann Mitte Mai losgehen, dann freut sich die Tomate über einen sehr sonnigen Standort. Gleichzeitig sollten die Pflanzen vor Regen geschützt werden, am besten an einer Hauswand oder unter einem Dach, denn die nassen Blätter der Tomaten sind oft anfällig für Krankheiten. Im Hochsommer sollte sie auch beschattet werden, damit die Wurzeln vor zu großer Hitze geschützt werden.

Sich Kümmern

Tomaten brauchen große Mengen an Nährstoffen in Form von Dünger. Pro Pflanze im Topf sind drei Liter Kompost und Dünger wichtig.

Einpflanzbare Karten mit Karottensamen

Die leckeren Vitaminbomben kann man ganz einfach selbst anbauen.

Anpflanzen

Die Samen säst du zwischen März bis Juni am besten direkt draußen im Garten oder einem tiefen Topf. Dazu die Samen alle 1-2 cm in eine 1 cm tiefe Saatfurche legen, gut anfeuchten, mit Erde bedecken, andrücken und gießen. Um zu keimen, sollte die Temperatur zwischen 10 und 20 Grad betragen. Es dauert 10 bis 20 Tage bis die ersten Keimlinge sichtbar werden.

Standort

Karotten brauchen vor allem in der Tiefe recht viel Platz (mindestens 20-25cm) und bevorzugen leichte bis mittelschwere, lockere Böden.

Sich Kümmern

Damit die Möhren nicht von Fliegen befallen werden, hilft es sie mit einem Kulturnetz zu überdecken. Ein cleverer Tipp ist es auch, die Karotten in WDamit die Möhren nicht von Fliegen befallen werden, hilft es sie mit einem Kulturnetz zu überdecken. Ein cleverer Tipp ist es auch, die Karotten in Windrichtung auszusäen. Möhren lieben außerdem die Nachbarschaft von Zwiebeln.

Einpflanzbare Karten mit Tagetessamen

Anpflanzen

Die Aussaat erfolgt im Haus von Februar bis März unter Glas oder in einer Obstschale aus Plastik. Als Lichtkeimer sollte man sie nur ganz leicht mit Erde bedecken. Bei einer Temperatur um die 20 Grad sollten sich schon nach wenigen Wochen die ersten Sämlinge zeigen. Sind die Sämlinge ca. eine Handbreit hoch, kann man sie vereinzeln und in verschiedene Töpfe setzen. Wenn ihr sie im Haus vorzieht, gebt ihr der Tagetes einen Wachstumsvorsprung. Allerdings kann man sie auch ab Ende April direkt ins Freiland säen. Dort kommen die Blüten aber erst später als bei den im Haus vorgezogenen Pflänzlein.

Standort 

SollteZiehst du die Tagetes im Haus vor, solltest du dafür einen hellen Platz wählen, der aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne steht.  Nach den Eisheiligen kannst du die Pflanzen nach außen setzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen kann relativ klein gewählt werden.

Sich Kümmern

An sonnigen Orten sollte man die Tagetes regelmäßig gießen, denn sie mag keinen trockenen Boden. Die robuste Tagetes ist ansonsten wirklich super pflegeleicht und hat keine großen Ansprüche. Allerdings lieben Schnecken unsere hübsche Tagetes, weshalb ihr sie im Blick haben solltet. In einem Pflanzgefäß solltet ihr sie alle zwei Wochen mit Blühpflanzendünger umsorgen.

Einpflanzbare Karten mit Kamillensamen

Anpflanzen

Kamille kannst du ab Anfang März im Haus aussäen. Dazu solltest du einen hellen Standort wählen. Ab Anfang Mai kann es für die Kamille dann raus ins Freiland gehen. Da es sich bei der Kamille um einen Lichtkeimer handelt, dürfen die Samen nicht vom Substrat abgedeckt werden.

Standort

Die Kamille mag es Die Kamille mag es gerne sehr hell und freut sich über volle Sonne, kommt aber auch mit weniger Licht gut klar. Wichtig ist allerdings ein nährstoff- und humusreicher Boden. Sandige Ton- oder Lehmböden sind für die Kamille perfekt.

Sich Kümmern

Das hübsche Heilkraut mag es, wenn ihr ausreichend gießt. Die Menge an Wasser hängt allerdings vom Boden ab. Lehmige und tonige Böden speichern das Wasser sehr gut ab. Bei Böden mit höherem Sandanteil muss man mehr gießen. Ansonsten ist auch die Kamille pflegeleicht und muss nicht gedüngt werden. Wenn du im Herbst aussäen solltest, dann solltest du die frostempfindlichen Keimlinge abdecken.

Einpflanzbare Karten mit Wildblumensamen

Unsere Wildblumenkarten enthalten eine Mischung aus Celosia, Gallardia, Eisblume und Mohn.  Damit bieten sie eine ideale Nahrungsquelle für allerlei Insekten und können den gewählten Standort in ein Paradies für die kleinen Lebewesen verwandeln.

Anpflanzen

Du kannst zwischen April und Juni aussäen, denn da keimen die Samen besonders schnell – gleichzeitig haben sich Gräser noch nicht allzu dominant ausgebreitet.  Die Wildblumen sind Lichtkeimer, du solltest sie also nur andrücken und nicht tief in der Erde vergraben.

Standort

Für die Wildblumen sind nährstoffarme, wasserdurchlässige Böden perfekt. Am besten solltest du natürlich auch einen Ort wählen, über den nicht allzu oft Leute laufen und der gleichzeitig in der Sonne ist. Ist der Boden sehr nährstoffreich kannst du Sand oder Kies untermischen. Wenn du es im Rasen aussäen möchtest, solltest du ihn vorher gut auflockern und umgraben, sodass eine offene Fläche entsteht. Anschließend kannst du nach etwa zwei Wochen die Wildblumensamen aussäen.

Sich Kümmern

Nach der Aussaat sollte die Fläche nicht austrocknen. Nach ca. 10 Wochen kannst du das erste Mal mähen, um „Unkräuter“ zu unterdrücken und das Wachstum deiner Wildblumen zu fördern.

Du kannst die Samen der Wildblumen sammeln und im nächsten Jahr wieder ausbringen, da es sich um samenfeste Sorten handelt.

Einpflanzbare Karten mit Mohnsamen

Mohnblumen sind ein echter Hingucker.

Anpflanzen

Nach den Eisheiligen kannst du den Mohn direkt aussäen, indem du deine einpflanzbare Karte in kleine Schnispel teilst. Du kannst sie mit Sand mischen und auf den Boden streuen.

Mohn ist ein Lichtkeimer und will bei der Aussaat deshalb nicht tief in der Erde vergraben werden. Stattdessen reicht es aus, wenn du den Samen leicht in der Erde andrückst bzw. mit nur ca. zwei Milimeter Erde bedeckst.

Nach ungefähr 10 bis 20 Tagen kommen schon die ersten Keimlinge. Wenn sie zu schnell wachsen, solltest du dich nicht zu früh freuen. Vielleicht bekommen die Samen zu wenig Licht. Dann wollen sie durchs schnelle Wachstum zwar schnell ans Licht, aber kippen dann um – sie vergeilen also.

Die Samen, aber auch die jungen Pflänzchen solltest du vor zu viel Nässe schützen. Die Samen solltest du also leicht feucht halten, dabei dürfen sie aber nicht nass gehalten werden.

Standort

Die zerbrechlichen und zugleich wunderschönen Mohnblumen haben ihren Platz gerne an der Sonne. Der rote Klassiker bevorzugt einen trockenen Standort mit durchlässigem und nährstoffarmen Boden.

Den Mohn solltest du am besten direkt am geeigneten Standort aussäen. Denn fürs Pikieren und Umpflanzen ist der Mohn zu empfindlich.

Mohn verbreitet sich sehr gerne. Auch das solltest du bei der Auswahl des Standorts berücksichtigen. Wenn du die Ausbreitung vermeiden willst, kannst du die verblühten Mohnblumen aber regelmäßig entfernen, dann sämen sie sich nicht weiter aus.

Sich kümmern

Mohn ist wirklich sehr pflegeleicht – du brauchst keinen Dünger und gießen musst du ihn nur, wenn es draußen sehr lange trocken ist.

Du liebst die Mohnblumen und willst sie nächstes Jahr gerne wieder im Garten haben? Dann kannst du während der Blütezeit die Samen aufbewahren, indem du die Mohnblumen leicht schüttelst. Dein eigenes Saatgut kannst du dann trocken und kühl lagern beispielsweise in einem selbst gebastelten Saatguttütchen und im nächsten Jahr wieder aussäen.

Quellen: Gartenjournal, MDR, Mein schöner Garten, Das Haus